04
Apr
Autor: Simon Künzler - Kategorie: Abenteuer, Ausflugtipps, Familienausflug
Kinder sind fasziniert von Höhlen. Und diese Höhlen “Hohlenstein bei Zihlschlacht” sind wirklich faszinierend - und ein ideales Ausflugsziel für abenteuerlustige Familien.
Die Anreise ist denkbar einfach. Mit dem Zug von Weinfelden oder von Bischofszell nach Zihlschlacht, weiter einige Minuten zu Fuss zum Parkplatz Felsenholz. Mit dem Auto fährt man am besten von Bischofszell bis Sitterdorf, dann weiter bis Zihlschlacht. Auf der Autofahrt zwischen Sitterdorf und Zihlschlacht kann man auf der linken Seite die Höhlen bereits sehen. Der Parkplatz Fehlsenholz befindet sich oberhalb der Klinik “Humaine“, ein neurologisches Rehabilitationszentrum.

Von dort geht es ein paar wenige Minuten zu Fuss hinauf in den Wald, bis zum höchsten Punkt im Wald. Dort wird man mit einer atemberaubenden Aussicht über Bischofszell bis zum Säntis belohnt.

Über einen schmalen Weg hinunter gelangt man zur ersten Höhle. Der Abstieg ist ziemlich einfach, nur an einer Stelle etwas spektakulär. Für Kinder ab 4 Jahren aber Null Problemo. Gutes Schuhwerk ist natürlich ideal. In dieser Höhle sollen um 1419 gar mal alle Bischofszeller vorübergehend für ein Jahr gelebt haben, weil ihnen das Dorf abgebrannt ist.

Jedenfalls ist die Höhle eindrücklich und innen schön schwarz. Unterhalb der ersten Höhle findet sich eine grosse Feuerstelle, ideal also für einen Rast. Übernachten ohne Erlaubnis ist nicht gestattet, man muss sich bei den Privatbesitzern melden. Die Höhle kann man nämlich auch mieten.

Unterhalb der ersten Höhle führt ein für Kinder interessanter und abenteuerlicher Weg zur zweiten Höhle.

Von dieser führt der Weg wieder hinauf zum Wald auf das “Plateau”. Wer dem Wanderweg folgt, gelangt schliesslich zu einer weiteren “Brötälstell”, mit Tischen und Feuerstellen. Sowie einer Rutschbahn und einem kleinen Häuschen. Ein idealer Spielplatz.
Prädikat: Idealer Familienausflug mit Kindern.
Weitere Infos zu den Höhlen gibt es bei der politischen Gemeinde Zihlschlacht/Sitterdorf.
0 Kommentare
29
Nov
Autor: Roland - Kategorie: Ferien, Sehenswertes
Wie lebte man vor hundert Jahren auf dem Land? Diese Frage kann man sich mit einem Blick ins Sachbuch beantworten. Wem diese Methode zu unbefriedigend ist, sucht sich ein Reiseziel aus, wo Tradition alltäglich ist. Das Iza-Tal in Rumänien erfüllt dieses Kriterium perfekt.

Das Iza-Tal befindet sich in der Region Maramuresch, im Norden Rumäniens. Das Tal erstreckt sich über sechzig Kilometer entlang des Iza-Flusses, zwischen den Ortschaften Sighetu Marmatiei und Moisei.
Sechzig Kilometer sind mit dem Auto schnell hinter sich zu bringen. Wer jedoch das Iza-Tal in seiner ganzen Schönheit erleben möchte, der sollte sich und seine Reisemittel dem einheimischen Verständnis von Mobilität anpassen. Man merkt schnell, dass in Rumänien die Fortbewegung zu Pferd, zu Fahrrad oder per Autostopp üblich ist. Möglichkeiten die Gegend zu erkunden ohne dass sie an einem vorbeirauscht, sind somit genug vorhanden. Das bedeutet, Daumen raus und warten bis jemand mit seiner alten Dacia, dem rumänischen Volkswagen, anhält und einen mitnimmt. Der einheimische Passagier der ebenfalls auf dem Rücksitz Platz genommen hat, wird seine Fahrt mit ein wenig Kleingeld bezahlen. Man kann es ihm gleichtun, sofern der Chauffeur dieses Angebot überhaupt entgegen nimmt. Schliesslich ist man als Tourist Gast in seinem Land und darum vielfach herzlich und unentgeltlich eingeladen mitzufahren. Man kommt also auch für wenig Geld gut vorwärts, kann gleichzeitig Kontakt mit den Einheimischen knüpfen und erfährt dabei nützliche Informationen über die Region. Wer in einer der unzähligen Pensionen übernachtet, kann sich auch nach Fahrrädern erkundigen. In den kleinen Dörfern kennt jeder jeden und ein Drahtesel wird schnell gefunden sein. Allerdings sollte man sich auf ein Gefährt gefasst machen, dass den Ausdruck „Drahtesel“ wirklich verdient. Darauf kann man auf authentische Art und Weise die holprigen Strassen des Iza-Tals erfahren. Schaut man sich unterwegs um, so wird man um Jahrzehnte in die Vergangenheit zurückversetzt. Man sieht keine gelebte Tradition, sondern traditionelles Leben. Das bedeutet, dass mit der Sense gemäht und das Heu mit dem Fuhrwagen transportiert wird. Die Frauen tragen Kopftücher und lange Röcke, spinnen von Hand auf der Bank vor dem Haus und holen Wasser mit einem Krug aus der Zisterne. Die Häuser und weltberühmten Kirchen sind aus Holz gebaut und liebevoll verziert. Auf den Strassen trifft man umherlaufende Hühner, Hunde und Katzen. Und manchmal einen einsamen Touristen auf einem klapprigen Fahrrad.
Weitere Informationen:
http://www.romanianmonasteries.org/izavalley.html
Bildquelle: www.planet-wissen.de
0 Kommentare
31
Oct
Autor: Simon Künzler - Kategorie: Ausflugtipps, Sehenswertes
Die Ostschweiz zwischen Winterthur und Bodensee und vom Tösstal bis zum Rheintal bietet eine riesige Palette von herrlichen Touren und vergnüglichen Unternehmungen. Nur wer kennt die? Urs Brosy hat mit dem Buch «Abenteuer Ostschweiz - Der umfassende Ostschweizer Freizeitführer» einige herrliche Abenteuer und Erlebsnisse zusammengestellt. Hier das Beispiel «Zur Tösscheidi und zum Brandenfels»:
Abenteuer
Auf einem bequemen Natursträsschen wandert man ganz gemütlich den Quellen der Töss entgegen - immer weiter in die sich tief einschneidende Töss-Schlucht. Hinten im Tal entdeckt man einen wahrhaft idyllischen Pricknickplatz in der Höhle des Brandenfels. Noch besser versteckt ist die sagenumwobene Mo-Milch-Höhle.

[Fischenthal]
Frequenzen
Zwar ist der Wanderer hier selten allein; trotzdem ist es ruhig, lauschig und erholsam.
Restaurants
Erlebnisse
- Die Tössschlucht beeindruckt auf der ganzen Strecke mit ihrer wilden Schönheit
- Bei der Tössscheidi lässt sich Planschen, Spielen, Grillieren
- Der Brandenfels ist einer der idyllistischen Plätzchen des Zürcher Oberlandes. In der geräumigen Höhle unter dem hohen Wasserfall stehen eine Feuerstelle mit Tischen und Bänken. Der Gubel ist immer trocken und eignet sich auch zum Übernachten.
- Rund 400m flussaufwärts liegt versteckt im Hang die sagenumwobene Mo-Milch-Höhle. Diese Felsgrotte ist aber nur durch schwierige Kraxelei in steiler Schlucht erreichbar.
- In und um die Tössschlucht sind zahlreiche weitere attraktive Wanderungen möglich.
Anfahrt/Start/Ziel
- ÖV: Mit dem Zug von Winterthur oder Wald nach Steg. Von dort zu Fuss nach Ohrüti.
- Auto: Durchs Tösstal nach Steg. Parkiermöglichkeiten bei der Badi Steg oder in Ohrüti.
Beschrieb
Von der Badi Steg kurz dem Strässchen, dann dem Wanderweg folgend, auf der linken Flussseite nach Ohrüti. Nun immer der Töss nach auf bequemer Naturpiste bis zur Tössscheidi. Imposante Wasserfälle, steile Nagelfluhwände und eine prächtige Flora säumen den Weg. Noch etwas weiter zweigt rechts ein Pfad ab welcher hinauf zum Brandenfels führt. Im gleichen Hang befindet sich auch die nur schwer zugängliche Mo-Milch-Höhle. Wer nicht auf der gleichen Route zurückwandern möchte, steigt zur Wolfgrueb hinauf. Von dort aus wandert er entweder durch das romantische Sagenreintobel nach Wald oder steil hinauf zur Scheidegg und auf der Anhöhe zurück nach Steg. Als weitere Möglichkeit bietet sich der steile Nordweg zur Sennhütte an. Oben auf dem Strässchen marschiert man sehr gemütlich zurück nach Ohrüti.
Wanderzeiten
- Bahnhof Steg - Ohrüti: ca. 30 Minuten
- Ohrüti - Tössscheidi: ca. 60 Minuten
- Tössscheidi - Brandenfels: ca. 20 Minuten
0 Kommentare
